Brosche "Goldie" von Kathrin Borst

 

2010, lackiertes Kupfer, Papier, Goldfolie, Silber, Neusilber, Stahl

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Brosche "Flying Lady" von Kathrin Borst

 

2012, lackiertes Kupfer, Papier, Silber, Neusilber, Stahl

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Brosche "High Priestess" von Kathrin Borst

 

2013, lackiertes Kupfer, Pigment, Silber, Neusilber, Stahl, Papier

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Klaus Völker (*1952)

Startblock, 1985, Pastell, 100 x 75 cm

 

Hochsommer. Eine Zeichnung aus dem August 1985.
Die gebündelten Zufälle in der Linearzeichnung. Das
Raster der Schwimmbahnen als kaligraphischer Rhythmus
und zwei Männer am Beckenrand. Ein durchleuchteter,
flüchtiger Moment. Das Gewirr aus nervösen, sich ständig verändernden Silhouetten umreißt den Raum, den
der Mensch einnimmt. Und weg ist er. 

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eene meene muh, 1984, Kreide und Rötel auf Papier, 99 x 74 cm

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Kopf Verstrickt, 80er Jahre, Pastell, 94 x 74 cm

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Rüdiger Giebler (*1958)

Badehosenbild, 2012, Emaille, 53 x 53 cm

 

Auch das ist Sommer: ein Balkon, Terrasse, Planschbecken, eine  kleine Gruppe, alle haben sich weitestgehend frei-
gemacht. Wolken und Sitzmöbel und Schwimmhilfe sind
große Klumpen, die Anwesenden lösen sich auf im weichen Ambiente. 
Einer ist wichtig und die Anderen hören mehr oder wenig
gespannt zu, wozu auch, ist ja Sommer.

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Herbert Kitzel (1928–1978)

Hockendes Tier, 1960, Mischtechnik, 57 x 69 cm

 

Wohin mit der ganzen Kraft. Es ist eng auf diesem Blatt.
Das Gehege des Bildraumes ist eine Zone gefährlicher Unsicherheit. Der Maler reflektiert missmutig über die Mechanismen der Kunsterhaltung beim Betrachten
eines Raubtieres, welches selbst mit gefletschten
Zähnen die aggressiven Ambitionen der Arterhaltung
vorführt – oder es ist umgekehrt.

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Max Burchartz (1887–1961)

o.T., 1927, Lithographie, 55 x 44 cm

 

Perspektive als Willensausdruck: ein offenes Fenster, ein leerer Tisch, nackte Wände und eine nackte junge Frau. Ein aufge-räumtes Zimmer, Ordnung und klare Kanten – das ist die hoff-nungsvolle frische neue Sachlichkeit.
Diese Frische ist ein Vertrag mit der lichten Zukunft, der selbst-bewusste Plan eines neuen Anfangs. Das Blatt stammt aus der berühmten Publikationsreihe „Die Schaffenden“.

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Albert Ebert (1906–1976)

Gott erschuf die Welt, 1954, Öl auf Hartfaser, 15 x 21 cm

 

Ebert hat tröstliche Bilder gemalt – das macht ihn so einzig-
artig. Das Glück ist ein übersichtlicher Ort, ein Garten, in dem
die Blumen wild und die Tiere friedlich sind und der Erzengel schaut wie der zornige Nachbar über den Zaun.
So wie Ebert das Paradies malt – so ist es gut – und eigentlich auch nicht anders vorstellbar, wünschenswert oder erträglich.

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Ernst Friedrich Knauf (1879–?)

Stillleben, Öl auf Pappe, 58 x 43 cm

 

Stiefmütterchen, weiß und gelb, ein Steinguttopf, ein Blech-
teller, ein blaues Tuch, eine  geschlossene Schublade im Hintergrund, der Schlüssel steckt. Ein Bild ohne Jahr, ein
Künstler mit uns nur rudimentär bekannter Biographie.  
Raum, Perspektive, Pinselstrich – alles sehr respektabel,
gelernt hat er das Malen sehr ordentlich ...

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Erich Wegner (1899–1980)

Die Clowns, 1950, Öl auf Hartfaser, 44 x 57 cm

 

Versteckspiel auf kleiner Bühne, Verkleidungen dem Lebens-
gefühl nach, weiß geschminkt, innen und außen alles ver-
kalkt. Ist das lustig, komisch, angenehm? Der Clown darf
nicht raus aus der Manege oder von der Bühne runter,
er hat dort seine ermüdenden Feierlichkeiten abzuarbeiten.
Eine statische Aufführung, reduzierte Dialoge,
ein ständiges Stolpern. 

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