Moritz Götze

Moritz Götze in Halle an der Saale zum Heimspiel – der Maler der Themenparklandschaften und Begründer der mitteldeutschen Variante der emphatischen Pop-Art. 

Große Aufregungen, große Gefühle, große Bühnen, und immer haben die Bilder ihre märchenhaft freundliche Konfliktlösung. Götze entmythologisiert jeden noch so schwerwiegenden Stoff. Egal ob im Interieur, in der weiten Ebene, in Einzelobjekten, auf jedem Bild läuft ein Film ab, in jedem Bild eine Erzählung. Nahtlos sind in Götzes Bildern die Übergänge vom Gesicherten und Verbürgten zum Spiel, zur Verkleidung, zum Traum. Keine Scheu vor großen Themen. 

Götze erzählt von dem was gemacht werden muss – vom Unvermeidlichen, von den Dingen und Aufgaben und Notwendigkeiten, denen man sich stellen muss, weil man sonst von ihnen überrollt wird. 

Dafür braucht man tatkräftige und freundliche Helden. Götze mag solche Gestalten. Arbeitende Menschen, Entdecker, Bergleute, Matrosen, Köche, Kunstmaler, Fährtenleser, Bankangestellte, Kosmonauten und Astronauten. In mehreren großen Ausstellungen hat er ihnen in den letzten Jahren bunte Bühnen gegeben. Dabei verschwimmen und erblühen alle Deutungen in Fantasieräumen.

Entstanden sind Historienbilder, die erlösend wirken, irgendwie abgeklärt und aufklärend – den Traum vor das Trauma setzend. In seiner Welt kann nicht einmal jemand zweifelnd in den Schatten treten, denn Schatten gibt es nicht in dieser Bilderwelt, in der die Dinge alle von innen leuchten, als hätten jeder Geröllbrocken, die Palmen, die Frisuren der Damen, einfach jedes Teil eine eingebaute Solarzelle mit Leuchtdiode.